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Mission vollendet ... fast
Es ist vollbracht. So ziemlich. Letztes Wochenede habe ich, mit tatkräftiger seelischer wie physischer Unterstützung seitens der Perle mein gesamtes Geraffel aus Deutschland endgültig herausextrahiert.

(Täuschend ähnliches Beispielfoto, nur Schnee lag nicht)
In einer ziemlichen Ochsentour mit einem steinalten verotteten völlig fertigen platten 21 Jahre alten VW LT 31 (geschenktem Drachen blickt man nicht in den Rachen, woll?) sind wir am scheißfrühen Samstagmorgen 800 Kilometer über die Autobahn und diverse Landsträßchen gejuckelt, haben unter professioneller Hilfe des Knechtnachbarn und des Sohnes meiner Ex-Vermieterin den Inhalt der "Lagergarage" in den LT gequetscht und sind dann noch mal 200 Kilometer zu meiner Mutter gefahren, wo wir ein Übernachtungsquartier gebucht hatten.
Follow up:
Nach 1000 Kilometern, Muskelkater in den Armen (Servo? Was'n das?), 120 verbrannten Litern Diesel und vier Hülsen Warsteiner fiel ich auch rechtschaffend geplättet ins Bett, wo die Perle, die sich auf dem Beifahrersitz verausgabt hatte, bereits in Ohnmacht gefallen war. Sonntags dann zurück, voll beladen machte das Auto gleich doppelt so viel Spaß (60 Max beim leichtesten Hang...). Nach fast 10 Stunden hatten wir aber auch die 700 Kilometer Heimweg überstanden, schmissen mein Gerümpel in die Garage hier und ich bin endlich umgezogen.
Nur eines befindet sich noch in Deutschland... MEIN AUTO! Da war ich nämlich am Samstagmorgen, um meine Sachen vor dem Verkauf herauszunehmen, als mir der Mitsubishi-Blechkopf eröffnete, er käme für kleines Geld an eine kaum gelaufene, scheckheftgepflegte Austauschmaschine (leider nicht getuned). Da der Austausch eines kompletten Motors recht fix geht, kostet mich die Reparatur letztlich dann auch gut 3000 Taler weniger als ursprünglich veranschlagt und von mir abgelehnt. Nur muss ich dafür nochmals so weit anreisen und auch wieder zurück. Scheißdrauf, ein vergleichbares Auto bekomme ich für so wenig Geld ganz sicher nicht mehr, also wird das so gemacht und ab Mitte August darf der Van dann in Österreich Gummi geben.
5 Kommentare
Wo soll es denn hingehen, wenn die Frage gestattet ist? Ist nach Wien nicht alles irgendwie SCHEISSKLEIN und SCHEISSSPIESSIG?
Habe heute mal die Blogroll aufgräumt, wurde ein Platz frei, keine Ursache.
Aber seit einiger Zeit nervt mich das Leben hier. Ich will mich, wenn ich von der Arbeit heimkomme, in den Garten setzen können. Ich will dann in den Wald gehen können, wenn ich grad lustig bin, ohne eine Stunde Anfahrt und Touristen auf schön gepflegten Lehrpfaden. Ich will bei geöffneten Fenstern schlafen. Ohne Festbeleuchtung und marodierende lustige Menschen, die permanent um vier Uhr früh drei Stockwerke tiefer Autorennen oder Diskussionsrunden veranstalten.
Mir geht vor allem der dauernde Lärm auf den Keks... Tag und Nacht Radau, da ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem man leise Servus sagt.
Außerdem hab ich zum natürlich existenten Spießertum meiner Herkunftsgemeinde mittlerweile eine so große Distanz aufgebaut, daß es mir wurscht ist, wieder dorthin zu ziehen. Ich sag's mal so: lästige Spießer kann man ganz einfach ignorieren, unerwünschte Dauerbeschallung und depperte Wahnsinnige, die die Straßen verstopfen, nicht.
Der einzige kleine Wermutstropfen, der mir einfällt, ist die ländliche Unterversorgung mit Sushi-Bringdiensten. Aber sonst? Landleben rulez, was meine Bedürfnisse betrifft. Keine Frage.
... ach ja, und Blogrollaufräumen. Eine durchaus nicht ganz unheikle Angelegenheit, die ich auch gern mal in Angriff nehmen würde. Man sollte mehr das Schwein sein, das man ist, so generell.
(und tschuldigen, daß ich da solche Romane bei Ihnen reinkotze. Aber ich hab immer noch nicht gelernt, mich auf 140 Zeichen zu beschränken.)
Das Salzkammergut steht auf meiner Explorationspriorisierungsliste derweil übrigens an allererster Stelle. Soll tatsächlich gar nicht mal so weit vom Linzer Land entfernt sein.
Ich möchte jetzt Düsseldorf nicht unbedingt mit Wien vergleichen, aber auch dort war es der Lärm, der mich primär vertrieben hat. Auf Dauer macht das krank. Mein anschließender Umzug aufs platte Land war jedoch dennoch ein Kulturschock. Plötzlich war da ... GAR NICHTS mehr.
So, wie es jetzt ist, ist es gut: Lebhafte Kleinstadt, mit allem was man braucht, sogar Menschen, nicht nur Rindviecher. Wobei der Unterschied mitunter marginal ist.
"Spießer" im eigentlichen Sinne gibt es nach meiner Erfahrung eigentlich gar nicht. Meist handelt es sich um konservativ verkleidete Arschlöcher.
Aus LL kommend sind Sie so übern Daumen gepeilt in ca. anderthalb Autostunden auf pittoresken Sträßlein im Salzkammergut (kommt natürlich drauf an, woher genau und wohin genau) - ein genußbringender Hupfer, den ich natürlich nur empfehlen kann. Wer weiß, vielleicht rennt man sich ja sogar einmal über den Weg?
Düsseldorf kenne ich nur aus Erzählungen, und lärmtechnisch kann man wahrscheinlich alle größeren Städte miteinander vergleichen. Den Kulturschock kann ich mir aber lebhaft vorstellen. Ich liebe ja zum Beispiel das Burgenland, und zwar abgöttisch, aber leben würde ich dort nicht wollen. 200-Seelen-Dörfer. Weinberge. Himmel. Einöde. Urlaub: ja, dort wohnen: nicht um die Burg.
Lebhafte Kleinstadt klingt gut. Da, wo wir hinwollen, isses so ähnlich. Eine gar nicht so kleine Gemeinde mit Nachbarkleinstadt, Infrastruktur tipptopp, vielfältige Gastronomie, Kinos im Halbstundenumkreis vorhanden (sogar ein leiwandes Programmkino), Badeseen noch und nöcher; Berge, Wald, Wiesen, Fluß. Paradies.
Und die Menschen. Nun ja. Man muß die Menschen nehmen, wie sie sind; es gibt keine anderen.
Arschlöcher hat's überall, denen kann man aber im Grunde aus dem Weg gehen. Und es ist auch so, daß sich die, die einander gut leiden können, eh immer finden.
Ob Stadt oder Land, ist hinsichtlich der potentiellen Arschlochdichte völlig wurscht - es sind nur die Rahmenbedingungen, die sich unterscheiden.
