Großglotzig
Ich habe nicht nur doofe Ohren, in die kein in-ear-headphone passen will, ich bin ja auch seit meinem zehnten Lebensjahr, als mein Kindheitstraum, eine Brille zu benötigen um noch intelligenter zu wirken, in unheilvolle Erfüllung ging, halb blind. Zwar bescheinigen mir die Augenquacksalber mit Kneiseisen 115% Sehkraft, nichts desto trotz falle ich über meine Füße, weil ich sie kaum sehe (etwaige Vermutungen, dies hätte mit der Plautze zu tun, weise ich entschieden zurück, die schmilzt, laut glaubwürdiger Quelle). TV-mäßig habe ich mich bislang mit einem 96er Röhrenoschi@75kg beholfen, man kann ja Weibsbildern eine Menge zumuten, jedoch nicht so einen Plastiksarg, freistehend im Wohnzimmer, weshalb ich bislang auf der 50er Röhre das Filmgeschehen nur erahnen durfte.
Doch seit gestern Abend ist damit Schluß:

*CHACKABANGA* Das 40-Zoll-Teil rockt echt.
Mission vollendet ... fast
Es ist vollbracht. So ziemlich. Letztes Wochenede habe ich, mit tatkräftiger seelischer wie physischer Unterstützung seitens der Perle mein gesamtes Geraffel aus Deutschland endgültig herausextrahiert.

(Täuschend ähnliches Beispielfoto, nur Schnee lag nicht)
In einer ziemlichen Ochsentour mit einem steinalten verotteten völlig fertigen platten 21 Jahre alten VW LT 31 (geschenktem Drachen blickt man nicht in den Rachen, woll?) sind wir am scheißfrühen Samstagmorgen 800 Kilometer über die Autobahn und diverse Landsträßchen gejuckelt, haben unter professioneller Hilfe des Knechtnachbarn und des Sohnes meiner Ex-Vermieterin den Inhalt der "Lagergarage" in den LT gequetscht und sind dann noch mal 200 Kilometer zu meiner Mutter gefahren, wo wir ein Übernachtungsquartier gebucht hatten.
Mobilfunkrassismus
Ich bin Ausländer, da wo ich lebe. Kein Fremdsprachler (so richtig...), aber Ausländer. Jedoch aus der EU, sprich, es gibt laut Schengener Abkommen kein Einwanderungsprozedere mehr, als EU-Bürger ist man in jedem EU-Land gleichberechtigt mit den Ureinwohnern. Das hat sich mittlerweile auch auf allen Ämtern, Banken und bei praktisch allen Dienstleistern herumgesprochen. Doch nicht bei ONE.

ONE darf sich zu den größten Mobilfunkbetreibern Österreichs zählen. Nicht zuletzt wegen unbestreitbar günstigen alles-inbegriffen-nulllinien wie "Die große Plaudertasche" mit 1000 Freiminuten in alle Netze und 100 kostenlose SMS für schlappe 25 Euro. So etwas gibt es in Deutschland nicht. Daher wollte ich eine.
Schland soll in Scheiße ersticken
Ich reg mich auf. Ich kann das gut. Ob es mir auch gut tut, ist eine andere Frage, aber manchmal könnte ich Backsteine kotzen. Ich erwäge ernsthaft, die Produkte meines Stuhlgangs in selbstexplodierende Versandtaschen zu füllen und sie wahllos an deutsche Adressen zu senden.
Es kann doch nicht angehen, dass eine Lobby von, sagen wir mal Zahnputzbecherhaltern, einfach nur mittels typisch deutschem Genörgel und Gejammer die gesetzlich verbriefte Meinungsfreiheit untergräbt und wirkungslos macht? Kann das wirklich sein? Ist es nicht möglich, in Deutschland eine Meinung zu äußern, die ja nicht mal tatsächlich die Eigene sein muss, weil die Damen und Herren Informationsdienstleister, sprich Webspaceprovider, zu faul/feige/arschgesichtig sind, sich mit dem Gejammer einer Rotte geistig minderbemittelter Bestialisten auseinander zu setzten und dafür einzustehen, was eine freiheitlich demogratische Grundordnung den Bürgern an Privilegien zugesteht?
Gemütlich...- Und alt!
Nachdem mich am Donnerstag der Irrsinn bei den Eiern packte und mich zwang, eine gewisse, subversive Website wieder ans Laufen zu bekommen, war deren Restauration Programm bis in die späten Freitagabendstunden.
Ein Tip unter Freunden: Sogenanntes "Freehosting" lohnt sich nicht. Wenn den Pissern von hostwq (auf einen Link verzichte ich an dieser Stelle, um etwaige Leser vor sich selbst zu schützen) nach 18 Stunden (!!! - Der Upload ist so dünn und wackelig, dass man eine 100 MB mySQL Datenbank in maximal 300 kb kleine Stückchen zerlegen und einzeln einlesen muss...) Installationsarbeit der Webspace abraucht, bekommt Tobsucht eine neue Definition: Meine Gefühlslage zu eben jenem Zeitpunkt!
Im Endspurt genehmigte ich mir sieben große ein paar Ottakringer, was sich zwar als überaus schmackhaft, letztlich jedoch retrospektiv nicht unbedingt als gute Idee erwies.
Die Website lief irgendwann, ich auch. Zum Scheißhaus. Da lief ich eigentlich bis Sonntagmorgen in quarzgenauer Regelmäßigkeit hin.
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